AfA Bundesvorstand verurteilt Angriff auf ver.di
Mit großer Bestürzung haben wir von dem massiven Einschüchterungsversuch gegen ver.di in Nürnberg erfahren. Ein Drohbrief mit weißem Pulver sollte nicht nur einzelne Beschäftigte bedrohen, sondern gewerkschaftliches Engagement insgesamt angreifen. Die AfA verurteilt diesen feigen und menschenverachtenden Angriff aufs Schärfste.
Wer Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit dem Tod bedroht, greift nicht nur einzelne Beschäftigte an – er greift das Streikrecht und damit ein zentrales Grundrecht unserer Demokratie an. Das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren und für bessere Arbeitsbedingungen zu streiken, ist kein Privileg, sondern verfassungsrechtlich geschützt und historisch hart erkämpft.
Gerade in Zeiten intensiver Tarifauseinandersetzungen erleben wir eine zunehmende Verrohung im Umgang mit Gewerkschaften. Drohungen und Einschüchterungsversuche zielen darauf ab, Angst zu säen und legitime Arbeitskämpfe zu delegitimieren. Dem stellen wir uns entschieden entgegen.
Als AfA stehen wir fest und solidarisch an der Seite der Kolleginnen und Kollegen von ver.di – in Nürnberg, in Bayern und bundesweit. Wer Beschäftigte angreift, die sich für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen einsetzen, bekommt es mit unserer geschlossenen Solidarität zu tun.
Wir danken den Einsatzkräften für ihr besonnenes und professionelles Handeln und hoffen, dass die Täterin oder der Täter schnell ermittelt und zur Verantwortung gezogen wird.
Gewerkschaftliche Arbeit ist gelebte Demokratie. Sie darf niemals durch Drohungen oder Gewalt eingeschränkt werden.
Solidarität ist unsere stärkste Antwort.
Eure Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA)
Persönlich: Wir sind alle bestürzt von diesem Angriff. Als Mitglied des AfA Bundesvorstand und Gewerkschaftsmitglied sind mir die Verteidiger der Rechte von Arbeitnehmenden besonders wichtig. Ich hoffe das die Täter schnell verfolgt und der Justiz zugeführt werden können. Allen betroffeneren des Anschlages wünsche ich nur stärke und schnelle Aufarbeitung.

